Klaus Flockerzie wird am Freitag in den Ruhestand verabschiedet. Der in Hochspeyer geborene Pädagoge war die vergangenen drei Jahre Rektor des Schulzentrum Stetten am kalten Markt. Er studierte bis das Lehramt für Grund- und Hauptschule mit den Fächern Mathematik und Sport. Nach erfolgreicher bestandener zweiter Dienstprüfung startete er an der Burgschule in Meßstetten und wurde in der Folgezeit bald bekannt für das, was ihn im Laufe seiner fast vierzigjährigen Dienstzeit besonders auszeichnete: das unerschöpfliche Engagement für andere, teilt die Schule über die Pressebeauftragte Annemarie Ziegler mit.

 

„Flockerzie verlangte seinen Lehrkräften viel ab“, resümiert Gernot Schultheiß, leitender Schulamtsdirektor des Staatlichen Schulamtes Albstadt. „Er hatte klare Vorstellungen zur Schul- und Unterrichtsentwicklung. Die Leistungsbereitschaft des Lehrerkollegiums wie der Schülerschaft forderte er konsequent ein. Er stärkte aber seinem Lehrerkollegium immer den Rücken und zeigte viel Wertschätzung“, so Schultheiß weiter.

 

Nach seiner Amtszeit an der Bilharzschule in Sigmaringen leitete Flockerzie das Schulzentrum Stetten am kalten Markt von bis . Jedes Jahr ging er eine neue Schulentwicklungsmaßnahme an: Brandschutz, neue Elektrik, Ausbau der naturwissenschaftlichen Fachräume, Ausstattung der Schule mit neuesten digitalen Boards und Tablets. Für den Bereich Sport schaffte er zusätzliche Geräte an, eröffnete für die Lernpartner einen Bikepool.

 

„Flockerzie hat für die GMS gelebt“, fasst Stettens Bürgermeister Maik Lehn das Engagement des Rektors zusammen. Ein Höhepunkt, an das Lehn sich gern erinnert, war der Besuch von Kultusministerin Susanne Eisenmann in Sigmaringen, bei dem er und Flockerzie das Schulzentrum als positiven Standortfaktor des Landkreises Sigmaringen präsentieren konnten.

 

Sich immer weiter entwickeln, Grenzen überschreiten, besser werden – diese anspruchsvolle Zielsetzung verfolgte Flockerzie auch im schulischen Personalmanagement, informiert die Schule weiterhin. „Er hat im Sinne der Qualitätsentwicklung die Organisationsentwicklung wie auch die systematische Personalentwicklung der Schule maßgeblich vorangetrieben“, stellt Schulamtsdirektorin Liane Schneider heraus.

 

„Herr Flockerzie war immer ein Befürworter unserer Arbeit“, betont auch Tobias Buck, Leiter der Schulsozialarbeit am Schulzentrum Stetten. „Neue Wege wurden gemeinsam beschritten und das transparente Arbeiten bündelte die gemeinsamen Ziele. Seine Unterstützung war im alltäglichen Miteinander stets spürbar, zum Beispiel bei gemeinsamen Elterngesprächen, kollegialen Reflexionsgesprächen und Planungen für sozialpädagogische Angebote.“

 

„Er hat unser Grundschul-Team immer wieder zu Veränderungen angeregt“, resümiert Gemeinderätin Andrea Ruda die gewinnbringende Zusammenarbeit mit Flockerzie. Ob Leseförderung, Maßnahmenplanung nach VERA-Ergebnissen, selbständiges Lernen in den Lerninseln – Flockerzie blieb auch in den letzten Jahren seiner Dienstzeit dem Credo treu, Unterricht neu zu denken.

 

Nach dreijähriger Amtszeit in Stetten hat Flockerzie die Zukunftsfähigkeit des Schulzentrums nach bestem Wissen sichergestellt. „Er hat mit seiner langjährigen Schulleitungserfahrung mit der ihm eigenen Art sehr viele strukturelle und organisatorische Verbesserungen am Schulzentrum initiiert“, so Konrektor Jürgen Lebherz. „Gerade im Bereich der Digitalisierung sind wir etliche Schritte vorangekommen und auf einem guten Weg“, führt Lebherz aus.

 

Dass der Rektor seinen Ruhestand ein halbes Jahr früher beginnt als geplant, stößt bei allen Beteiligten auf Verständnis. „Eine Pandemiesituation nach Dienstjahren ist so ein Punkt, an dem man mal hinterfragt, ob man sich das noch antut“, sagt Lehn.