Gut Kinder nutzen aktuell in Küssaberg das Angebot der Notbetreuung in den Kindergärten und der Grundschule. Laut der aktuellen Verordnung steht in diesem zweiten Lockdown auch Eltern, die sich im Homeoffice befinden, mit einer Unabkömmlichkeitsbescheinigung ein Betreuungsplatz für ihre Kinder zu.

 

Die momentanen Gruppen sind so organisiert, dass jeder Kindergarten eine Krippengruppe, sowie eine Kindergartengruppe betreut. Auch Plätze in Ganztagesgruppen inklusive Mittagessen können angeboten werden. Die Kinder können ihre gewohnte Kindertagesstätte besuchen und somit in ihrem gewohnten Umfeld betreut werden.

 

Auch im Hinblick auf den Tagesablauf orientieren sich die Erzieherinnen an dem „normalen“ Alltag. Ein Morgenkreis findet statt, ebenso wie ein gemeinsames Frühstück. Es gibt Spiel- und Bastelangebote. Zum Austoben geht es täglich an die frische Luft. „Es wird viel vorgelesen“, beschreibt Sandra Höfler, aktuelle Leiterin des Kindergarten Wirbelwind in Kadelburg, den Tagesablauf. Dank der kleinen Gruppen könne man sich noch intensiver mit der Förderung von Fein- und Grobmotorik befassen. Das Feedback der Eltern sei sehr positiv, resümiert sie weiter.

 

Ähnlich routiniert läuft es für die rund Kinder in der Notbetreuung der Grundschule, für die mittlerweile sogar die Teilnahme an den angebotenen Videokonferenzen technisch möglich ist. Anstatt zu spielen, müssen die Schulkinder ihre gestellten Aufgaben erledigen. Wer in der Ganztages-Betreuung angemeldet ist, erhält ein Mittagessen und verbringt den Nachmittag dann mit Spielen oder kreativen Angeboten durch die Betreuungskräfte.

 

Auch die Gemeinde ist mit dem Ablauf der Notbetreuung zufrieden. Die Nachfragen der Eltern kommen hauptsächlich von den Familien, die die Angebote nicht benötigen und trotzdem ihre Gebühren zahlen müssen. Im Rahmen des ersten Lockdowns verzichtete die Gemeinde auf die Betreuungskosten. Aufgefangen wurde der Ausfall der Einnahmen durch die vom Land Baden-Württemberg zugeteilten Soforthilfen für Kommunen. Wie in dem aktuellen Lockdown die Zahlung der Gebühren gehandhabt wird, steht noch nicht fest. „Über die Aussetzung der Kindergartengebühren besteht nach wie vor noch keine Einigung zwischen Land und Kommunen.

 

Der Küssaberger Gemeinderat wird sich unmittelbar danach mit der Thematik befassen und die besondere Situation unserer Familien dann sicherlich erneut in die Entscheidung einfließen lassen“, informierte Bürgermeister Manfred Weber zu dem Thema.

Alle drei gemeindeeigenen Kindergärten, sowie die Grundschule Kadelburg bietet eine Notbetreuung an. Eltern können mit einer ausgefüllten Unabkömmlichkeitsbescheinigung ihre Kinder in die gewohnte Einrichtung bringen. Eine vorherige kurze Kontaktaufnahme mit der Einrichtung ist zu empfehlen. Das Formular ist im Internet zu finden: .kuessaberg.info