Der städtische Kindergarten in Ay wird um zwei Gruppen erweitert. Das hat der Sendener Stadtrat bereits im März vergangenes Jahr entschieden. Im derzeitigen Gebäude fehlen nämlich nicht nur – wie überall – Gruppen, sondern vor allem auch Sozialräume für die Erzieher. Diese verbringen, wie damals berichtet, ihre Pause oft im eigenen Auto, weil es für sie keinen Raum mit Rückzugsmöglichkeit im Kindergartengebäude gibt. Neu ist, dass die Stadt den Anbau modular gestalten will. In der jüngsten Sitzung des Stadtrats stellte die Verwaltung einen groben Raumplan vor.

 

Demnach sollen im geplanten Anbau die beiden Gruppenräume inklusive Nebenräume entstehen. Zudem sind ein Speiseraum mit Küche, Toiletten für Personal, Kinder und Eltern sowie das Büro der Leiterin und ein Technikraum vorgesehen. Das alles soll modular gebaut werden. Dies reduziere nicht nur die Kosten deutlich, wie die Verwaltung mitteilt, sondern lasse sich auch schneller verwirklichen. Geschätzt werden zwölf bis Wochen nach der Auftragsvergabe. Eingerechnet der Bauarbeiten im Bestand, dem Verbindungstrakt und dem nötigen Fundament könnten die Bauarbeiten nach sechs bis neun Monaten abgeschlossen sein.

 

Derzeit läuft für den Anbau der Kita ein Verfahren zur Architektenauswahl. Und diese sollen nun nach Beschluss des Stadtrats zumindest den Anbau in modularer Bauweise einplanen, soweit dies konstruktiv möglich und sinnvoll ist. Ähnlich wie im Falle des Kindergartens in Aufheim wir berichteten stelle ein modular hergestelltes Gebäude keinerlei Qualitätseinbußen dar, machte die Verwaltung um Rathauschefin Claudia Schäfer-Rudolf in der Sitzung nochmals deutlich. Im Gegenteil: Die Gebäude seien lange nutzbar und stehen dem Aussehen eines Gebäudes in konventioneller Bauweise sowohl innen als auch außen in nichts nach.

 

Der Verbindungstrakt zwischen Bestandsgebäude und Anbau müsse aber vermutlich konventionell gebaut werden. Der Altbau soll teilweise umgewidmet werden. Geplant sind im Obergeschoss ein Aufenthaltsraum fürs Personal, eine Personalküche sowie ein Multifunktionsraum, der auch für Therapien und Förderungen genutzt werden kann. Im Erdgeschoss soll ein Elternwarteraum und das Büro für den Stellvertreter der Kita-Leitung entstehen.