Arrested Development – Netflix

Die Familie Bluth ist ein unheimlich chaotischer Haufen. Als das Familienoberhaupt George Bluth Jeffrey Tambor wegen Veruntreuung ins Gefängnis muss, erklärt sich Michael Bluth Jason Bateman bereit die Geschicke seiner Familie und der Firma zu lenken. Allerdings ist jedes Familienmitglied auf seine Weise eine absolute Katastrophe: Die Mutter Lucille Jessica Walter ist eiskalt und Alkoholikerin, Michaels Schwester Lindsay Portia de Rossi ist verantwortungslos und verschwenderisch, Buster Tony Hale will einfach nichts gelingen und Gob Will Arnett ist ein gescheiterter Illusionist. Allesamt leben sie von dem Geld der Firma, das der Vater oft illegal erwirtschaftet hat. Schnell hat Michael keine Lust mehr, sich um die Eskapaden seiner Geschwister und Eltern zu kümmern, aber ansonsten gehen Firma und Verwandtschaft vor die Hunde.Die Serie ist, wie z.B. The Office, im Mockumentary-Stil aufgezogen. Gespräche mit den Figuren und die Kameraführung suggerieren, dass eine Dokumentation über die Bluths gedreht wird. Der Witz ergibt sich aus den schrägen Charakteren und völlig unverfrorenen Kommentaren, die diese abgeben. Der Hass zwischen den Familienmitgliedern sitzt tief und jeder lässt es den anderen spüren, während Michael versucht den Schaden zu begrenzen. Szenen wie die, in der Buster seine Hand verliert oder Gob versucht ein komplettes Schiff als Zaubertrick verschwinden zu lassen, sind zum Schreien komisch. Staffel bis produzierte der Sender Fox, die sich alle vom Stil her ähneln. Erst als Netflix die vierte und fünte Staffel übernahm, änderten sich das Konzept und der Witz etwas. Lustig sind sie aber allesamt.