Katie Price musste wohl die schlimmste Entscheidung ihres Lebens treffen. Sie gibt ihren autistischen und fast blinden Sohn Harvey in ein betreutes Wohnheim eines Colleges. Dort soll er lernen, selbständig zu werden und ein eigenes Leben zu führen.

 

Für Price ist die Situation alles andere als einfach. «Es bricht mir das Herz. Ich will nicht, dass Harvey denkt, dass ich ihn nur loswerden will. Das ist die Chance auf ein unabhängiges Leben, darauf, soziale Fähigkeiten zu erlernen und neue Kontakte zu knüpfen», erklärt sie der britischen Zeitung «The Sun».

 

Um entscheiden zu können, welches die richtige Schule für Harvey ist, hat sie sich Zeit gelassen. Gemeinsam mit ihrem Sohn hat sie sich über Monate hinweg verschiedene Colleges angesehen. Besonders wichtig war für sie, dass die Schule weiter weg von ihrem Zuhause in der Grafschaft Surrey in England ist. So könne sie nicht jedes Mal zu ihm rennen, wenn er sie anrufe. «Ich muss lernen, loszulassen, aber das ist schwer – jeder in meiner Position weiss, wie schwer das ist», so Price.

 

Zum Schluss hat sie sich für die «Long-term Living»-Schule in Cheltenham in Gloucestershire entschieden. «Wenn er aufs College geht, wird er lernen, ein Erwachsener zu sein. Er sagt jetzt schon: ‹Mami, ich bin kein Junge, ich bin ein Mann.› Seine Geschwister freuen sich sehr mit ihm. Sie sehen die Fortschritte, die Harvey macht, werden aber auch traurig sein, wenn sie ihn nun wochenlang nicht sehen.»

 

Katie Price fürchtete, dass sie nicht mehr gegen ihren Sohn ankommt, wenn er einen Wutanfall bekommt. Denn Harvey wiegt über Kilogramm. Deshalb soll er, bevor er ans College geht, ein paar Kilos abnehmen. Und auch am College soll er weiterhin regelmässig Sport treiben. Schwimmtraining soll ihn fit halten. bsn